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Donnerstag, 7. Mai 2015

Gold:Silber Ratio - Seitwärtsrange setzt sich fort

Weitere "lower highs" sprechen für eine laufende Top-Formation im Big Picture. Das Gold:Silber Ratio (GSR) läuft nun schon einige Monate weitgehend seitwärts..

Quelle: stockcharts.com


Quelle: stockcharts.com

Montag, 7. Juli 2014

Wochenrückblick Rohstoff-, Minen- und Junior-Sektor

Kupferminen haussieren in einer traditionell newsarmen Woche.

Die Weltbörsen und Rohstoffmärkte waren letzte Woche wie immer ganz im Bann des US-Feiertags vom 4. Juli. Verkürzte Handelszeiten am Donnerstag und kein US-Handel am Freitag führten ganz traditionell zu einer Handelswoche mit wenigen richtigen Impulsen, niedrigem Volumen und verhaltener Volatilität.

Dann gab es am letzten Montag auch noch den Nationalfeiertag in Kanada, wodurch auch das Handelsinteresse bei Rohstoff- und Juniortiteln ebenfalls logischerweise nicht hoch war. Dennoch gab es letzte Woche einige größere Kurssprünge bei diversen Minen- und Rohstoff-Sektoren, wie bspw. der Kupferminen-Branche.

Klare Wochengewinner waren die Kupferminen, die von der anhaltenden Rally des Kupferpreises (> 3%) in den letzten Handelstagen besonders profitierten. Das COPX Kupferminen-ETF schloss die verkürzte Handelswoche mit einem eindrucksvollen Plus von über 7% auf einem neuen Verlaufshoch ab. Etliche Kupferwerte legten letzte Woche um über 10% an Wert zu.

Die Juniorminen im Kupfersegment profitierten neben der starken Kupferpreis-Performance, vor allem von den jüngsten M&A-Deals, welche das hohe Interesse an Top-Kupferprojekten stark untermauert. Die Erklärung ist ganz einfach: Die großen Kupferproduzenten haben während der letzten 2+ Jahre aufgrund der schweren Baisse in der Rohstoff- und Minenbranche erheblich weniger investiert und einige Großprojekt eingefroren. Nun wächst das Interesse insbesondere für weltklasse Kupfervorkommen, die noch nicht ausgebeutet sind - und einige von diesen raren Lagerstätten liegen bzw. lagen in den Händen von wenigen Juniorfirmen.

So wurden bspw. die Kupfer-Projektentwickler Augusta Resource in Arizona (Übernahme durch Hudbay Minerals) und Lumina Copper in Argentinien (Übernahme durch First Quantum) für einen aggregierten Übernahme-Wert von stolzen 1 Mrd. USD im Juni aufgekauft. So viel Geld ist lange nicht für Junior-(Kupfer-)Minen ausgegeben worden - und so sorgen genau diese Deals natürlich für eine gute Stimmung in der Branche und signalisieren zunehmendes Vertrauen. Im Hinblick auf die historisch niedrigen Bewertungen im Junior-Sektor (allgemein), ist das hohe M&A-Interesse am potentiellen Ende eines harten Bärenmarktes demnach alles andere als verwunderlich.

Gegenwärtig gibt es im Kupfersektor nicht mehr viele Top-Entwicklungsprojekte auf relativ sicherem Boden, die von Juniorfirmen gehalten werden. Zu den fortgeschritteneren Kupfer-Developer mit aussichtsreichen und starken Assets gehören bspw. Curis Resoures (Arizona), Nevada Copper, Excelsior Mining (Arizona), NGEx Resources (Chile, Argentinien), Western Copper (Yukon), NovaCopper (Alaska), Hot Chili Limited (Chile), Reservoir Minerals (Serbien) und Panoro Minerals (Chile).

Die Übernahmefantasie für Developer mit lukrativen, soliden und vor allem wettbewerbsstarken Kupfer-Assets (inkl. moderater CAPEX, ganz entscheidend), die in der westlichen Welt definitiv rar geworden sind, wird meines Erachtens auf einem hohen Niveau bleiben. Denn die mittelgroßen bis Major Produzenten werden bei Gelegenheit erneut zuschlagen (natürlich sofern sie es können) - zu lukrativ sind einfach die Bewertungen im Big Picture und im historischen Vergleich. So ist mit weiteren Deals in den nächsten 6-18 Monaten gewiss zu rechnen.

Nach den Kupferminen überzeugten letzte Woche vor allem Standard-Minenaktien inkl. der Rohstoff-Majors (TXGM) mit einem Gewinn von über 3%. Die Minenwerte profitierten von einer Erholung der Eisenerzpreise, der starken Kupferpreis-Performance und einem sehr freundlichen Marktumfeld.

Der Goldpreis (GLD) schloss die Woche nahezu unverändert ab. Anfang der Woche wurde ein neues Verlaufshoch über der Marke von 1.330 USD/Oz getestet, Ende der Woche wurde die kurze Rally wieder abverkauft. Geringe, relative Stärke zeigte der Silberpreis (SLV) - auch hier aber natürlich keine besonderen Bewegungen in der impulsarmen Handelswoche. Gold und Silber halten weiterhin die ordentlichen Kursgewinne seit Anfang Juni. Im Vormonat gehörten die Edelmetalle wie YTD zu den Anlageklassen mit der besten Performance.

Goldminen-Produzenten (GDX) bauten ihre starke Gewinn-Rally in der letzten Woche aus. Seit Anfang Juni haben die Majors signifikant an Wert zurückgewonnen und übertrumpften die Goldpreis-Performance erheblich. Silberminen liefen seitdem noch besser. Juniorminen im Gold- und Silbersektor (GDXJ) schlossen die Woche mit Kursgewinnen von knapp 2% ab. In den letzten 5 Wochen kommt das GDXJ-ETF auf ein herausragendes Kursplus von 30%.

Das breit-diversifizierte DowJones Rohstoff-Basket (DJP) war der Wochenverlierer. Schwächere Öl- und Gas-Preise sorgten für die negative Performance. Die Aktien der Öl- und Gas-Majors (DJUSEN) profitierten einmal mehr von der Top-Stimmung an den US-Leitmärkten inkl. neuen ATHs, sowie von den traditionellen Kurspflege-Aktionen am Quartalsende.



Quelle: bigcharts.com
    Legende:

    • DJP: Dow-Jones UBS Commodity Index ETF

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
    • GDXJ: Market Vectors Junior Gold Miners ETF
    • TXGM: S&P/TSX Global Mining Index
    • DJUSEN: Dow Jones U.S. Oil & Gas Index

Montag, 30. Juni 2014

Wochenrückblick Rohstoff-, Minen- und Junior-Sektor

Minen- und Energieaktien durchlaufen nach einem starken Anstieg seit Anfang Juni letzte Woche eine gesunde Konsolidierung.

Der Goldpreis (GLD) lief letzte Woche weitgehend seitwärts und konnte somit die Gewinne von der Vorwoche erfolgreich verteidigen. Die Seitwärtsphase ohne größere Abgaben kann als positiv betrachtet werden. Weiter könnte es die Ruhe vor dem Sturm sein, wie es so oft am Übergang eines Quartals ist.

Im Bereich der 1.320 USD/Oz traf der Goldpreis wie erwartet auf einen härteren Widerstand, den er letzte Woche zunächst nicht überwinden konnte. Der gesamte Bereich zwischen 1.320-1.330 USD/Oz stellt eine kritische Zone dar. Schafft es der Goldpreis nächste Woche diesen zu brechen, kann es sehr schnell auf 1.350 USD/Oz und 1.390 USD/Oz (nächster, bedeutender Widerstand) gehen. Auf der unteren Seite wäre es für das positivere, charttechnische Set-up wichtig, dass Gold die 1.300er Marke und darunter die 1.275 USD/Oz halten kann.

Der Silberpreis (SLV) lief wie Gold weitgehend seitwärts und schaffte es sogar noch den Wochengewinner-Status zu erlangen. Wie bei Gold kann die Seitwärtsphase als positiv betrachtet werden, Luft holen war angesagt. Im Hinblick auf die brisanten Konstellationen an der COMEX, wird es auch beim Silberpreis in den nächsten Tagen zum Quartals-Übergang sehr spannend.

Wichtig ist auf der unteren Seite, dass die Marke von 20,00 USD/Oz verteidigt werden kann. Auch der Silberpreis steht vor einigen charttechnischen Widerständen und ist auf der oberen Seite daher erst einmal gefordert. Fakt ist, dass die nun 1-jährige Bodenbildungs-Phase zwischen 18,70-22 USD/Oz (zentral, kurz ging es nur auf 25 USD/Oz im August 2013) langsam aber sicher sehr gut ausschaut.

Positiv ist weiter auch die Entwicklung des Gold- und Silver Ratios (GSR), dessen Top-Bildung sich zunehmend verstärkt. Auch hier klare Anzeichen dafür, dass die relative Silberpreis-Schwäche vermutlich vor einem Ende stehen könnte, und dies wäre gewiss ein starkes und bullisches Signal für die Edelmetall- und Minenbranche (wie immer alles Momentaufnahmen!).

Die großen Gold- und Silberminen (GDX) schlossen die Woche nach einem starken Auftakt mit einem kleinen Plus ab. Immerhin, denn die Rally seit Anfang Juni war mehr als beeindruckend.

Bei den Juniors im Edelmetall-Minenbereich (GDXJ) ging es nach einem guten Wochenstart ebenfalls erst einmal etwas zurück. Natürlich wie so oft unter einen wesentlich höheren Volatilität. Die Konsolidierung letzte Woche kann ebenso als absolut gesund betrachtet werden, nachdem das GDXJ-ETF seit Ende Mai in der Spitze um über 30% angestiegen war. Die Rally und Aufholjagd bei den Juniors seit Anfang Juni, die zum Großteil gehalten werden kann (bis dato), spricht demnach für sich. Auch hier definitiv bullische Zeichen im Big Picture.

Das sehr hohe Volumen im GDXJ-ETF während der letzten drei Wochen kann nun auf 3 bedeutende Faktoren zurückgeführt werden: Index Rebalancing (traditionell vor Quartalsende), Short Squeeze (vgl. Short-Quoten in etlichen Juniorwerten) und dem Interesse von neuem Risikokapital.

Kupferminen (COPX) und Standard-Minenaktien (Diversified Mining Majors, TXGM) schlossen die Woche unverändert ab - Kupferwerte  konnten von der jüngsten Erholung im Kupferpreis nicht direkt profitieren. Auf YTD-Sicht halten sich die Kupfer-Produzenten aber relativ gut. Positiv wirkt sich im Kupfer-Sektor natürlich der Anstieg der M&A-Aktivitäten aus. Mit Augusta Resource und Lumina Copper wurden im Juni gleich zwei weitere Top-Developer im Kupfersektor von größeren Spielern aufgekauft.

Bei den Öl- und Gas-Aktien setzte nach einer sehr starken Gewinn-Rally parallel zu den Ölpreis-Anstiegen seit Anfang Juni, vergangene Woche ebenfalls eine gesunde Korrektur ein. Der US Öl- und Gas-Index (DJUSEN) bleibt ein Top-Supporter der bis dato noch enorm starken US-Leitmärkte.

Das breit-diversifizierte, auf physische Rohstoffe fokussierte DowJones Rohstoff-Basket (DJC) schloss die relativ schwankungsarme Woche leicht im Minus ab.


Quelle: yahoo.finance.com
    Legende:

    • DJC: Dow-Jones UBS Commodity Index

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
    • GDXJ: Market Vectors Junior Gold Miners ETF
    • TXGM.TO: S&P/TSX Global Mining Index
    • ^DJUSEN: Dow Jones U.S. Oil & Gas Index

Montag, 23. Juni 2014

Minenbranche: Netto-Gewinne der Top 40 Minen-Firmen in 2013 auf Jahrzehntief

Passendes, prägnantes Review zur Minenbranche in 2013 mit dem Fokus auf die Finanzergebnisse und Rekord-Abschreibungen. Nicht vergessen, dass diese Zahlen durch die Mega-Baisse von 2012+2013 in den Minen- und vorallem bei den Goldminen hinreichend in den Aktienkursen und Bewertungen eingepreist sein dürften. Die Börse hat mit 2013 längst abgeschlossen..

Top 40 miners’ profits at 10-year low – report
JOHANNESBURG (miningweekly.com) – Tough industry conditions over the past year have driven the profits of the top 40 global mining companies to their deepest depths in a decade, a report by professional services firm PwC has shown.
According to PwC’s eleventh yearly ‘Mine’ report, titled ‘Realigning expectations’, which analysed the world’s 40 largest miners by market capitalisation, record impairments of $57-billion were recorded in 2013 with net profits having declined by 72% to $20-billion.
“2013 was a year that forced miners to really look in the mirror and realign what it is that they [have] to do in terms of their strategy with the realities in the environment in which they operate,” PwC energy and mining assurance partner and deputy regional senior partner Dion Shango said at a press launch of the report on Thursday.
He also pointed out that the market capitalisation of the top 40 largest mining companies fell by $280-billion, or 23%, year-on-year in 2013.
Gold miners, which were particularly affected by a low price, which declined by 28% during the year, were the hardest hit, with this mining sector having lost $110-billion of its market capitalisation, representing 40% of the total 23% year-on-year decline.
However, despite these challenges, it was interesting to note that dividends paid by these companies continued to rise, said Shango.
Gross dividends paid increased by 5% in 2013, while dividend yields were up 4%. The total of $41-billion in dividends paid out was double the companies’ net profits of $20-billion, he pointed out.
PwC energy and mining assurance partner Andries Rossouw said this was as a result of mining companies making use of the cash they had on hand, as they were not investing in as many new projects, combined with shareholders putting pressure on the companies to return some of their cash.
However, given the uncertainty surrounding commodity prices, these levels of shareholder returns might not be sustainable for much longer, Shonga said, adding that this was evident in recent changes in dividend policies.
Further, the report also found that, for the first time, in 2013, the majority, or 53%, of the 40 largest mining companies came from emerging markets.
The change in the global mining landscape also saw a divergence in the collective performance between emerging market companies and their developed market counterparts. Collectively, emerging market mining companies contributed aggregate net profits of $24-billion in 2013, while their developed market counterparts suffered an aggregate net loss of $4-billion, impacted particularly by impairments, the report noted.

FUTURE
Rossouw pointed out that cost saving initiatives implemented by mining companies had not yet come to fruition, with many miners still reporting increases in operating expenses; however, early 2014 reporting indicated that these initiatives were starting to show some success, with gold companies particularly reporting substantial all-in cost reductions.
He added that, in the long term, the mining industry had the right demand-side fundamentals; however, companies would have to supply that demand at the right cost and margins to remain sustainable.
“The question is [also] whether the short-term demands that are currently out there from the shareholders, government and labour, can be managed to realign the expectations to create a long-term sustainable industry,” he said.
Shango stated that it was clear that these short-term focuses and demands had the potential to undermine the long-term sustainability of the industry.
 “As long as that continues, we will sit in this low confidence environment that continues to suppress commodity prices, which, in turn, will make it difficult for mining companies to viably get into new projects and to continue delivering returns for all stakeholders in the long term,” he said.
Quelle: http://www.miningweekly.com/article/top-40-miners-profits-at-10-year-low-report-2014-06-05

Sonntag, 22. Juni 2014

Wochenrückblick Rohstoff-, Minen- und Junior-Sektor

Edelmetalle, Gold- und Silber-Aktien gehen durch die Decke, parallel brechen die Junior-Miner mit Rekordvolumen aus und die Öl-Majors erreichen neue Allzeit-Hochstände.

Von wegen Sommerloch! Im Rohstoff, Minen- und Junior-Markt kam es in der vergangenen Woche zu massiven Bewegungen, während die "rigged" US-Leitmärkte ihre Rekordjagd fortsetzen.

Getrieben von den Verschärfungen in der Irak-Krise und weiteren Spannungen in der Ost-Ukraine strömte weiteres, spekulatives Kapital in den Ölmarkt. Brent und WTI brachen über ihre charttechnischen Widerstandsbereiche auf neue Mehrmonats-Hochstände aus. 

Dies führte dazu, dass der renommierte US Öl- und Gas-Index DJUSEN seine eindrucksvolle Rekordjagd fortsetzte. In weniger als 3 Monaten ist der vielbeachtete Energie-Index somit fast stetig um nun rund 15% auf neue Allzeithochs angestiegen, was im Hinblick auf die Schwergewichte der Index-Komponenten wie bspw. Exxon und Chevron eine definitiv gewaltige Bewegung ist. Die Performance des DJUSENs ist und war und ist auch der Hauptgrund für die jüngste Rekord-Rally im S&P 500. Folgend zog auch das energielastige DJC-Rohstoff-Basket an.

Standard-Minenaktien (TXGM) folgen der guten Stimmung an den Leitbörsen und haben generell eine stärkere Woche. Noch besser lief die letzte Woche für Kupferminen (COPX), die mehr als 4% an Wert gewannen. 

Der Goldpreis (GLD) setzt nach dem traditionellen FOMC-Meeting mit der Präsentation der FED Präsidentin Yellen zu einer eindrucksvollen Rally an, die in einem heftigen Short Squeeze mündet. Gold verzeichnet am Donnerstag mit einem Kursplus von über 3% den stärksten Tag in den letzten 9 Monaten und der Preis bricht erfolgreich durch einige, harte Widerstände wie bspw. die 1.300er USD/Oz Marke nach oben aus. Das chart- und markttechnische Bild hellt sich kurzfristig daher erheblich auf.

Hierzu kurz meine Kommentare von Donnerstagabend: "Was das Wörtchen 'Inflation' so anrichten kann. Gold und Silber scheinen sich dieses Mal gegen den Trend behaupten zu können, nachdem das Interesse der Bankster an einem fallenden Goldpreis in den FOMC-Wochen natürlich besonders hoch ist. Gold zeigt so einmal mehr dieses Jahr, dass es äußerst gerne gegen den Mainstream läuft.

Weiter scheint die abermalige "Muppet Show" der FED gestern inkl. den so vielen, luftigen Aussagen der Präsidentin Yellen einige Marktteilnehmer überzeugt zu haben, Gold wieder zu spielen (zumindest vorerst). 

Parallel ergeben sich im Papiergold-Markt passenderweise wieder sehr brisante Konstellationen, nachdem die Short-Positionen des Smart Moneys (primär Hedgefonds) Anfang Juni erst auf enorme Stände angewachsen sind. Und genau die kommen jetzt unter Druck. Auf das alles habe ich Sie in den letzten Wochen oft hingewiesen. Diese Mischung ergibt natürlich einen explosiven Cocktail.."

Seit Jahresanfang läuft der Goldpreis damit erneut komplett gegen den Mainstream und auch das weitgehend, negative Sentiment an der Termin-Börse COMEX an, was die jüngste Bewegung noch bemerkenswerter macht. Einmal mehr wird ebenso bestätigt, dass der Papier-Goldpreis trotz der massiven Manipulationen sein Eigenleben führt und das spekulative Kapital kurzfristig erheblich das Ruder umlegen kann. Es kann eben wie immer sehr schnell gehen bei den Edelmetallen.

Silber (SLV) gewinnt nach einer langen Durststrecke wieder an Stärke, auch relativ zum Goldpreis. Mit einem Wochengewinn von knapp 6%, den es schon eine längere Zeit nicht mehr gab, setzt sich das Edelmetall an die Top-Liste der Rohstoffe. Wie der Goldpreis überwindet auch der Silberpreis einige, ordentliche Widerstände wie bspw. die psychologisch wichtige Marke von 20 USD/Oz. Im mittel- bis längerfristigen Bild schafft es der Silberpreis letzte Woche sogar aus der Keilformation auszubrechen und überwindet damit den (langfristig untergeordneten) 21-monatigen Abwärtstrend (Start Herbst 2012). Wie beim Goldpreis wird auch Silber letzte Woche von einem heftigen Shortqueeze getrieben. 

Sehr positiv und erwähnenswert ist die Entwicklung des Gold:Silver Ratios (GSR), dessen Top-Bildung sich nun verfestigt. Generell und historisch gilt: Sobald sich Silber besser als Gold entwickelt (fallendes GSR-Ratio), verbessert sich das Sentiment im Edelmetall-Sektor, und vor allem bei den Gold- und Silberminen. Denn Silber stellt als "kleiner Bruder" von Gold nach wie vor ein Hebel auf den Goldpreis dar, was die Entwicklungen der letzten Jahre inkl. der kompletten Historie x-fach bestätigen. Und so ist es nachvollziehbar, dass das wichtige Risikokapital bei einem fallenden GSR wieder zunehmend in den Sektor fließt.

Historische Woche bei den Gold- und Silber-Minenaktien im Juniorsektor

Gold- und Silberminen-Aktien gehen letzte Woche durch die Decke, was ebenfalls auf einen heftigen Short-Squeeze und das Einfließen von neuem Risikokapital einiger größeren Adressen der Finanzbranche zurückzuführen ist. 

Bei den führenden Gold- und Silber-Minen-ETFs (wichtigste und einflussreichste Finanzprodukte auf den Edelmetall-Minensektor heutzutage) gab es letzte Handels-Woche gleich mehrere rekordverdächtige Entwicklungen. So wurden bspw. im größten und wichtigsten Goldminen-ETF, das auf die Majors fokussiert ist - dem GDX - am Donnerstag alleine mehr als 80 Millionen Stücke gehandelt!

Das war mehr als das 3-fache des Durchschnitts-Volumen der letzten 3 Monate - in denen das Volumen keinesfalls gering war. Eine solche Volumen-Explosion, die sich auf den gesamten Sektor ausgewirkt hat und sich in etlichen Minenwerten besonders stark widergespiegelte, hat große Bedeutung. Es war außerdem das mit Abstand höchste Tages-Volumen seit Jahresanfang und eine der höchsten Volumen-Tage in der GDX-Historie (nur Herbst 2013 gab es mehr Volumen, dies aber auf Sonder-Konstellationen inkl. massiver Produkt-Umstellungen zurückzuführen). Auf Wochensicht legt das GDX-ETF um über 7% zu, auf Zwei-Wochensicht betragen die Gewinne über 15%.

Noch impulsiver und spektakulärer ist die Entwicklung bei den Junior-Goldminen (siehe GDXJ) in den letzten Tagen. Die Juniors führe ich hier passenderweise besonders gerne auf, denn diese hoch spekulative Börsen- und Rohstoff-Kategorie steht quasi für die Risikobereitschaft der Markteilnehmer im kompletten Sektor. Sobald große Mengen an Kapital in den Junior-Markt laufen, dreht gewöhnlich im Hintergrund das Sentiment und die Risikoaversion/-Präferenz. Auch das ist aus psychologischen Gründen nur logisch.

So stellt das GDXJ-Volumen letzte Woche alles in den Schatten. Am vergangenen Donnerstag wurden mehr als 13,9 Millionen Anteile total in diesem Produkt gehandelt. Ein irrer Wert und der mit Abstand höchste seit Einführung dieses Produkts. Damit geht die Handelswoche in die Geschichte ein. Mit Abstand wurde letzte Woche das höchste Handels-Volumen ALLER Zeiten im GDXJ erreicht. Das GDXJ-ETF legte seit Anfang Juni um über 20% an Wert zu und so lassen die Junior-Gold- und Silberminen alle Anlageklassen hinter sich.

Sie können in jedem Fall gut sehen, dass spätestens seit letzter Woche einige Big Player der Finanz- und Anlagebranche in den Edelmetall-Minensektor zurückgekehrt sind. Solche enormen Volumen-Ausschläge sind und bleiben besonders starke Indikatoren, was die laufende Bodenbildung- und angehende Trendwende-Formation bei den Gold- und Silberminen untermauert.

Dazu noch ein paar Kommentare von Freitag:

"Oft wurde die Trendwende im Goldminen-Sektor in den letzten Jahren ausgerufen. Nahezu allen temporären Rallys sind abverkauft worden und alle Goldminen-Optimisten und Perma-Bullen wurden eines Besseren belehrt, was bei sehr vielen für großen Schmerz gesorgt hat.

Gold- und Silberaktien gingen als das am meisten verhassteste Börsensegment im Frühjahr/Frühsommer 2013 und am Ende letzten Jahres in die Geschichte ein.  Zumindest gilt dies für die Masse der Edelmetall-Minenaktien, die in den letzten 15 Jahren gleich zwei historische Bärenmärkte überleben mussten. Alle Ausnahmen bestätigen die Regel. 

Der jüngste Bärenmarkt und insbesondere das Jahr 2013 war für den Goldminen-Sektor einer der schlechtesten Jahre aller Zeiten, für viele das brutalste Jahr seit es die Börse gibt. Für Junior-Firmen war die Mega-Baisse in 2012 + 2013 eine der härtesten Phasen in den letzten 30 Jahren und die schwierigste Phase seit dem berühmten Bre-X Skandal.

So viel zur Einordnung im Großen Bild - wenn einige Marktteilnehmer jetzt davon sprechen, dass wir eine große Explosion bei den Gold- und Silberminen bereits gesehen haben. Im Big Picture ist das ein kleiner Anfang vielleicht, mehr nicht.  

Und natürlich gilt: Die aktuelle, potentielle Trendwende-Formation muss erst einmal bestätigt werden. Zu viele Fehlausbrüche und massive Kurs-Rallys, die im Sand wieder verliefen, haben wir die letzten Jahre gesehen. Daher gilt es weiter cool zu bleiben und für alles gewappnet zu sein. Am "Ende" jedoch, sollte dieser tiefgefallene Sektor imho wie "Phönix aus der Asche emporsteigen", sofern man an das Gold natürlich glaubt.."


Quelle: yahoo.finance.com
    Legende:

    • DJC: Dow-Jones UBS Commodity Index

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
    • GDXJ: Market Vectors Junior Gold Miners ETF
    • TXGM.TO: S&P/TSX Global Mining Index
    • ^DJUSEN: Dow Jones U.S. Oil & Gas Index

Montag, 16. Juni 2014

Wochenrückblick Rohstoff-, Minen- und Junior-Sektor

Gold zeigt einmal mehr, dass es am liebsten gegen den Mainstream läuft. Goldaktien erzielen eine der besten Handelswochen in den harten, vergangenen 12+ Monaten.

Der Goldpreis (GLD) steigt letzte Woche "against all odds" um knapp 2% an. Nachdem der Papier-Goldpreis noch vor zwei Wochen unter die markanten Marken von 1.275 u. 1.250 USD/Oz binnen kurzer Zeit geschickt wurde, überschlugen sich die Mainstream-Medien mal wieder mit Sell-Off Prognosen und Panik-Prophezeiungen rund um das gelbe Metall. Denn Gold braucht schließlich niemand mehr.

Das Sentiment war extremst bärisch und "alle" waren sich doch eigentlich einig, dass es nun sofort weiter abwärts geht. Wie immer wurde akribisch und panikartig versucht, jede kleinste Bewegung des Goldpreises zu erklären und zu erläutern - getreu dem Motto "Kursbewegungen machen News" - Sie sollten langsam wissen, dass das meiste Schall und Rauch ist. 

Vor diesem Hintergrund ist der Goldpreis-Anstieg letzte Woche noch viel genialer. Die Medien suggerieren Ihnen daraufhin natürlich, dass das jüngste Aufflammen der Irak-Krise dafür verantwortlich ist, dass der Goldpreis nicht weiter gefallen ist.

Ehrlich? Nutzen Sie Ihren natürlichen Menschenverstand, schauen Sie auf das Große Bild des manipulierten Edelmetall-Marktes (keine Verschwörungen, unzählige handfeste Beweise) und werfen Sie einen Blick auf die wahren Fädenzieher und Einflussgeber auf den Papier-Goldpreis. Es braucht ab und an nur ein paar Impulsgeber, sonst nichts. Die jüngste Rally beim Goldpreis ist ein typischer Short-Squeeze, nachdem die Papier-Gold-Shorts auf enorme Höhen zwischenzeitlich einmal mehr angestiegen waren - und so einige Spieler der Finanzbranche einfach kalt erwischt wurden.

Gold ist seit den zwischenzeitlichen Hochs von 1.380 USD/Oz im März nicht gefallen, weil die globalen Brandherde etwa geringer geworden sind, die Volkswirtschaftlichen doch so wunderbar laufen, das Fiat-System sicherer und stabiler geworden ist, die Aktienmärkte der wahre 'Save Haven' sind, Sachwerte bei negativen Zinsen keinesfalls gebraucht werden oder die Asiaten mit ihrer physischen Kaufpanik aufgehört haben und doch lieber jetzt in ETFs investieren - Gold ist gefallen, weil Multi-Milliarden Summen an Papier-Gold an der COMEX und LBMA auf den Markt geworfen wurden und die Hedgefonds und Banken Unsummen in Gold-Shorts "investiert" hatten. Die Gründe hierfür kann sich jeder selber auswählen - es stehen ein paar Tausend zur Verfügung.

Silber (SLV) zeigt nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder relative Stärke und erwacht ein wenig zum Leben. Nachdem der wichtige Support bei 18.70 USD/Oz im Papier- und Termin-Markt erneut gehalten hat, ist die Bodenbildungsphase temporär wieder aktiviert.

Dazu passt die extreme Situation an der COMEX wieder erneut gut ins Bild, nachdem das 'Managed Money' zuletzt Short-Positionen in der Höhe von 25% der globalen Silberminen-Produktion gehalten hat. Das Gold:Silber Ratio (GSR) fällt nach einer langen Zeit wieder und es sieht mehr und mehr nach Top-Bildung aus.

Gold- und Silberaktien (GDX, HUI, XAU, GDXJ, SIL, SILJ) übernehmen die Rolle der Top-Performer und es fließen größere Summen an Risiko-Kapital zurück in den Sektor. Das Volumen in sämtlichen Goldminen-Finanzprodukten legte letzte Woche enorm zu. Parallel hellt sich die fundamentale Lage in der Junior-Goldminen-Branche auf. Die Juniors kommen mit einer Performance von über 12% auf Wochen-Basis anhand des GDXJ auf einen der höchsten Wochengewinne der letzten 12 Monate. 

Im Palladium-Markt platzt nach einer aggressiven Gewinn-Rally vorerst die Blase und der Palladium-Preis geht in eine scharfe Talfahrt über. Der längste Streik der südafrikanischen Minen-Historie (Top-Produzent nach Russland), der vor allem den Palladium-Markt stark beeinflusste, steht nach den letzten Entwicklungen wohl vor dem langersehnten Ende.

Kupferaktien korrigieren nach einer starken, mehrmonatigen Rally erst einmal weiter und verlieren letzte Woche vor allem aufgrund des erneuten Preiseinbruchs bei Kupfer, der auf die verschärfte Situation in China reagierte - nachdem der Zirkus um die Finanzalchemie mit Kupfer-Lagerbeständen zunehmend eskaliert. Die chinesische Regierung will aggressiv gegen den tiefgehenden Schattenmarkt (der nicht nur Kreise in der Kupferbranche zieht) vorgehen.

Öl- und Gasaktien (DJUSEN) sind de facto das einzige Börsensegment in den US-Leitindizes, das von den jüngsten Eskalationen in den Krisenherden direkt profitiert - da natürlich der Ölpreis als Krisenindikator des Nahen Ostens ansprang. So sorgt lediglich der starke Öl- und Gas-Sektor in den USA auch für insgesamt nur moderate Verluste des S&Ps letzte Woche. 

Minenaktien (TXGM) schließen die relativ impulsarme Woche nahezu unverändert ab. Druck auf die Minenkonzerne kam am Donnerstag vor allem aufgrund des weiteren Einbruchs beim Major-Rohstoff Eisenerz, der auf 3-Jahrestiefstände fiel.

Der global diversifizierte DJ-Rohstoff-Index (DJC) profitiert letzte Woche vor allem von steigenden Energie- und Edelmetall-Preisen, welche die Verluste bei den Industriemetallen kompensierten. So steht ein kleines Plus auf Wochensicht zu Buche.


Quelle: yahoo.finance.com
    Legende:

    • DJC: Dow-Jones UBS Commodity Index

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
    • GDXJ: Market Vectors Junior Gold Miners ETF
    • TXGM.TO: S&P/TSX Global Mining Index
    • ^DJUSEN: Dow Jones U.S. Oil & Gas Index

Montag, 9. Juni 2014

Wochenrückblick - Performance ausgewählter Rohstoff-Indizes-/ETFs

Während die 'rigged' US-Leitmärkte weiter mit extrem niedriger Volatilität und niedrigem Volumen von ATH zu ATH laufen, bleiben relativ größere Up- & Down-Moves im Rohstoff- und Minen-Sektor an der Wochenordnung.

Der Goldpreis (GLD) fällt letzte Woche zwischenzeitlich auf ein neues 4-Monats-Tief zurück. Mit den gezielten Verkäufen unter die Marke von 1.250 USD/Oz, sollten Folgeverkäufe und SL-Order ausgelöst werden.

Zunächst gab der Goldpreis weiter nach, drehte dann aber gleich zwei Mal letzte Woche zwischen 1.240-1.245 USD/Oz wieder nach oben und konnte die markante Marke zum Wochenschluss wieder zurückerobern - auch wenn es natürlich nur eine Momentaufnahme ist, und kein signifikanter Handels-Impuls hier vorlag. 

Ob und wie viel die Chart- und Markttechnik in 'rigged markets' und insbesondere den undurchsichtigen, manipulativen und umstrittenen Gold-Termin- und Papier-Märkten (COMEX, LBMA) überhaupt großartige und entscheidende Rollen und Bedeutungen ab und an spielen (können, müssen?!), sei ohnehin dahin gestellt. 

Fakt war, ist und bleibt: Ganz bewusst wird versucht, beim Papier-Goldpreis durch gezielte Verkaufs-Lawinen an markanten Marken zusätzlicher Verkaufsdruck zu erzeugen. Der/die Verkäufer von "Papier-Gold" haben hierbei 0 Interesse, einen guten Verkaufs-Preis zu erzielen.

Unzählige dieser Fälle konnten in den letzten 18+ Monaten hier festgestellt werden. Nicht nur einmal wurde dabei Papier-Gold im Wert von über 1 Mrd. USD binnen sehr kurzer Zeit auf den Markt geworfen. Kein Wunder, dass hier die BID-Seite komplett resigniert.

Silber (SLV) konnte sich wie Gold zum Wochenende hin erholen. Beim Silberpreis stand hinsichtlich der Charttechnik sogar viel mehr auf dem Spiel letzte Woche, als beim Goldpreis. So schaffte es der "Kleine Bruder" von Gold abermals die Marke von ~ $18.70 (YTD-Tief, 52w-Tief) zu verteidigen. Nach wie vor bleibt Silber in einer angeschlagenen Lage, es fehlen jegliches Momentum, Stärke oder impulsgebende Formationen.

Gold- und Silberminen-Aktien, sowie involvierte Minenaktien der Juniorbranche, (GDX, GDXJ, HUI, XAU, GLDX, SIL, SILJ) profitierten zumindest von der Stabilisierung der Edelmetall-Preise letzte Woche und so kam auch der enorme Verkaufs-Druck aus den letzten Wochen zunächst einmal zu einem 'Stop'. 

Die Sentiments-Lage bei den Gold- und Silber-Aktien bleibt weiter angespannt und bis dato erst einmal mit weiteren, negativen Tendenzen behaftet. Kein Wunder, denn schließlich gab es in der letzten Handelswoche im Mai erst erneut eine der heftigsten Verlustwochen für die Edelmetall-Minenbranche während der letzten 12 Monate.

Der Kupferpreis und Kupferminen-Aktien (COPX) gaben letzte Woche nach, wobei die Aktien der Kupfer-Produzenten relative Stärke wahren konnten. Hier belasteten insbesondere negative News aus China erneut die Kupferbranche.

Die wichtigen Öl- und Gas-Aktien der westlichen Welt (vgl. DJUSEN) profitierten einmal mehr von der starken Performance der US-Leitmärkte inkl. der guten Stimmung an den Haupt-Börsenplätzen. 

Die jüngste EZB-Entscheidung wurde vom Markt erneut positiv aufgenommen und dies trieb die starken US-Börsensektoren weiter an. So wurde auch der Trend bei den Öl- und Gas Majors nachvollziehbar erst einmal weiter gespielt. 

Die euphorische Stimmung an den Märkten sorgte auch für eine Kurserholung bei den Rohstoff- und Minen-Majors (TXGM), wobei hier auch Währungs-Effekte eine Rolle spielten.

Das breit-diversifizierte Rohstoff-Basket (DJC) schloss die Woche nahezu unverändert ab. Vor allem fallende Öl- und Kupferpreise sorgten letzte Woche eher für ein schwächeres Umfeld bei den physischen Rohstoffen.


Quelle: yahoo.finance.com
    Legende:

    • DJC: Dow-Jones UBS Commodity Index

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
    • GDXJ: Market Vectors Junior Gold Miners ETF
    • TXGM.TO: S&P/TSX Global Mining Index
    • ^DJUSEN: Dow Jones U.S. Oil & Gas Index

Sonntag, 18. Mai 2014

Wochenrückblick - Performance ausgewählter Rohstoff-Indizes-/ETFs

Kupferaktien erzielten vergangene Woche eine starke Outperformance, während Goldaktien die dritte Woche in Folge Verluste schreiben.

Gold (GLD) schließt die Woche nahezu unverändert ab und behält die enge Trading-Range bei. Seit Wochen läuft der Goldpreis nun in einer neutralen Zone seitwärts und wartet auf bedeutende Impulse. Schon bald dürfte eine größere Entscheidung anstehen. Solange der Bereich bei rund 1.275 USD/Oz erfolgreich verteidigt wird, bleibt das mittelfristige Bild vorerst positiv.

Der Silberpreis (SLV) dreht nach neuen Verlaufs-Tiefständen am letzten Montag abermals von der 19 USD Marke nach oben und gewann bis zur Wochenmitte deutlich. Am Wochenschluss jedoch wird ein großer Teil der Wochengewinne wieder abgegeben. Wie bei Gold, läuft auch der Silberpreis seit Wochen zwischen der 19-20 USD/Oz-Marke quasi seitlich, auch wenn hier größere Negativ-Tendenzen weiterhin vorliegen (siehe Entwicklung des Gold: Silver Ratios).

Gold- und Silberminen-Aktien (GDX, HUI, XAU) verlieren bereits die dritte Woche in Folge und das charttechnische Muster bei den großen Goldminen-Indizes trübt sich ein. Sowohl der HUI, XAU und die GDX-ETFs stehen alle an markanteren charttechnischen Marken. Negativ ist natürlich auch die jüngste, relative Schwäche bei den Majors wie bspw. Barrick Gold. So drehte auch das HUI/Gold Ratio letzte Woche wieder gen Süden. Die Junior-Edelmetall-Minen (GDXJ) wahren zumindest letzte Woche etwas relative Stärke, haben aber in den vorherigen Wochen wesentlich heftiger verloren.

Positiv hingegeben ist das generell niedrige Volumen in den letzten Wochen, das auf ein geringeres Verkaufsinteresse zumindest schließen lässt. Viele Marktteilnehmer stehen aber weiterhin am Seitenrand und warten ab, wodurch das Kaufinteresse ebenfalls stark rückläufig war. Bei den größeren Goldminen-Aktien verstärkten insbesondere neue, signifikante Short-Wellen die jüngsten Abwärtstrends. In einigen Goldaktien erreichten die Short-Quoten neue Jahreshochstände und teilweise besonders krasse Level wie bspw. bei New Gold und Kinross Gold.

Großer Wochengewinner ist eindeutig die Kupferminen-Branche (COPX), die parallel zur letzten Erholung des Kupferpreises satte Gewinne verzeichnet. Die Kupferminen-Indizes und die meisten Kupferaktien haben in den letzten Monaten einen soliden Boden gebildet und die Finanzergebnisse sämtlicher großer Spieler aus der Kupferbranche waren alles andere als schlecht und zunehmend überzeugend.

Minenaktien (TXGM) hatten generell einen stärkeren Wochenanfang und gaben dann wie die meisten Edelmetall-Aktien zum Wochenschluss wieder sämtliche Gewinne ab. Verkaufsdruck gab es zum Wochenende auch bei den Big Playern wie BHP und Rio Tinto. Kohleaktien hingegen müssen weiter wahrlich kämpfen und ein paar fielen letzte Woche sogar auf neue Mehrjahrestiefstände.

Öl- und Gas-Aktien (DJUSEN) konnten von den neuen Hochständen der amerikanischen Börsen zur Wochenmitte nur marginal profitieren und schlossen die Woche im roten Bereich ab. Der US Öl- und Gas-Index bleibt jedoch DER Haupttreiber der großen US-Leitbörsen während der letzten Wochen.


Quelle: yahoo.finance.com

    Legende:

    • DJC: Dow-Jones UBS Commodity Index

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
    • GDXJ: Market Vectors Junior Gold Miners ETF
    • TXGM.TO: S&P/TSX Global Mining Index
    • ^DJUSEN: Dow Jones U.S. Oil & Gas Index

Sonntag, 11. Mai 2014

Wochenrückblick - Performance ausgewählter Rohstoff-Indizes-/ETFs

Nach einem ganz ordentlichen Wochenauftakt kam es querbeet durch die Rohstoff- und Minenbranche zu stärkeren Abverkäufen. Die Stärke des US-Dollars befeuerte das Verkaufsinteresse.

Der amerikanische Dollar legte vergangene Woche zu allen wichtigen Währungen signifikant an Wert zu, was generell immer ein Belastungsfaktor für die in USD gehandelten Rohstoffe darstellt. Alle relevanten Rohstoff-Segmente (DJC) kamen folgend unter die Räder.

Vor diesem Hintergrund und einem neuen Allzeitrekord im US-Leitindex Dow Jones zum Wochenschluss, waren die Verluste bei Gold (GLD) nichts Besonderes. Das gelbe Metall durchwandert aktuell weiter eine launische Seitwärtsphase zwischen 1.275-1.330 USD/Oz und wartet auf signifikante Impulse, um diese Range zu verlassen.

Positiv ist in jedem Fall, dass während der letzten Wochen unter der 1.280 USD/Oz Marke stets die Bullen wieder das Ruder in die Hand nahmen und Gold seit Jahresanfang weiter zu den Top-Performern gehört – trotz weiterhin sehr starker Aktienmärkte, Tapering, niedriger Inflation, offensichtlicher Manipulationen an der COMEX, fallender GLD-Holdings (Gold-ETFs) etc. So kann alleine diese Stabilisation als ein Zeichen von Stärke gewertet werden.

Der kleine Bruder Silber (SLV) tut sich da aktuell wesentlich schwerer, was die Entwicklung des Gold-Silver-Ratios (GSR) markant unterstreicht. Dieses Ratio misst die Präferenz zwischen den zwei brisanten Edelmetallen und schloss die letzte Woche nahe den Mehrjahres-Hochständen ab. Der „Papier“-Silberpreis, der im Tageshandel an den Terminbörsen die größten Preiseinflüsse erhält, hat mit den Fundamentals einmal mehr wenig ab Hut zurzeit. So zeigt sich die Silber-Nachfrageseite weiterhin solide, die ETF-Silver-Holdings bleiben relativ stabil und wenn überhaupt schaut die Angebots-Seite für die nächsten Jahre eher angeschlagen aus.

Goldminen-Aktien (GDX) mussten vergangene Woche erneut kräftige Abschläge hinnehmen, was das Plus seit Jahresanfang weiter schmelzen lässt. Wie Gold halten sich die meisten Goldminen-Aktien aber noch wesentlich über den Tiefständen und durchfahren gerade ebenfalls eine Seitwärtsphase mit launischen Kursentwicklungen. Die Quartalsergebnisse von sämtlichen Edelmetall-Konzernen waren – im Hinblick auf die weiterhin sehr herausfordernde Lage – durch die Bank ordentlich. Der Junior-Sektor der Gold- und Silberminen-Branche (GDXJ) [aktuelle Holdings] baute das Premium zu den Majors auch letzte Woche ab.

Energiepreise erholten sich zum Wochenende hin zwar leicht, dies konnte die Performance bei den Öl- und Gas-Majors aber nicht beflügeln. Kein Wunder im Hinblick auf den Verlauf in den letzten Wochen, in denen die etablierten Öl- und Gas-Konzerne sowie das gesamt Energie-Segment zu einer größeren Gewinn-Rally ansetzte. Der Major US Öl- und Gas-Index (DJUSEN) erreichte es vor kurzem ein neues Allzeithoch.

Minenaktien (TXGM) gaben auf Wochensicht kräftig nach und verloren kontinuierlich, wobei selbst die ganz großen Spieler ordentliche Kursverluste verkraften mussten. Kupferaktien (COPX) hielten sich vergleichsweise stark. Rohstoffaktien im Bereich der „Seltenen Erden“ crashten, nachdem Major Molycorp weitere Hiobsbotschaften inkl. Quartals-Verluste verkündete.


Quelle: yahoo.finance.com

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Montag, 5. Mai 2014

Wochenrückblick - Performance ausgewählter Rohstoff-Indizes-/ETFs

Eine insgesamt schwächere Woche für Rohstoffe und Minenaktien, in der lediglich die Kupferminen und Öl-Majors im grünen Bereich schließen können.

Gold und Silber drehten nach einem Panik-Anfall, der erneut durch massive Verkäufe in wenigen Sekunden an der COMEX initiiert wurde, deutlich nach oben und konnten die Verluste zum Großteil wieder wettmachen. Einmal mehr entwickelt sich Gold aber stärker als Silber, was das Gold:Silber Ratio (GSR) letzte Woche auf ein neues Jahres-Hoch bringt. Am Ende der Woche stehen bei Gold (GLD) Abschläge von weniger als 0,5% zu Buche, bei Silber (SLV) mehr als 1%. 

Die Berichtssaison läuft auch Hochtouren und lieferte im Goldminen-Sektor letzte Woche ganz ordentliche Ergebnisse. Zahlreiche der großen Goldproduzenten konnten die Erwartungen übertreffen wie bspw. Goldcorp, Barrick und Agnico-Eagle Mines. Die Goldminen-Branche (GDX) gab wegen eines launischen Goldpreises und den Gewinnen in der Vorwoche in den letzten Tagen aber nach und so suchen die großen Goldminen-Indizes weiterhin einen kurzfristigen Trend.

Interessanterweise kamen die Junior-Goldminen (GDXJ) letzte Woche lange nicht so stark wie Gold-Majors unter Druck und sogar die Volatilität war wesentlich geringer als sonst. Dies war zum einen wohl auf positive Ergebnisse von ein paar Junior-Produzenten zurückzuführen (bspw. OceanaGold und Timmins Gold), als auch auf ein generell niedrigeres Verkaufs-Volumen, sowie auf positive Impulse der laufenden Übernahme der größten kanadichen Goldmine von Osisko Mining, die zahlreiche Junior-Stories positiv befeuert (bspw. Detour Gold).

Rohstoffe hatten eine gemischte Woche, einige Segmente fielen deutlicher zurück. Das breit-diversifizierte DJ-Rohstoff-Basket (DJC) gab auf Wochen-Sicht um 1% ab, was gewiss nicht wenig ist. Erneut gehörten Aktien der Öl- und Gas-Konzerne zu den Wochen-Gewinnern. Der US Öl- und Gas-Index DJUSEN legte um weitere 0,6% und erreichte erst vor kurzem ein neues Jahres-, Mehrjahres- und sogar Allzeit-Hoch.

Kupferminen (COPX) erreichten als einziges Minen-Segment einen grünen Wochen-Schluss, nachdem Kupfer-Majors wie First Quantum Minerals gute Finanzergebnisse verkündeten. Der breitaufgestellte TXGM-Minen-Index schloss die Woche nahezu unverändert ab.


Quelle: yahoo.finance.com


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Montag, 28. April 2014

Wochenrückblick - Performance ausgewählter Rohstoff-Indizes-/ETFs

Gold- und Junior-Minen-Aktien zeigen relative Stärke gegenüber den Edelmetallen und erzielten eine richtungsweisende Outperformance.

Der Goldpreis (GLD) kam Mitte der Woche stärker unter Druck und fiel sogar auf ein neues Mehrwochen-Tief bei unter 1.270 USD/Oz, bevor die Bullen eindrucksvoll wieder das Ruder in die Hand nahmen. An der COMEX wurde der Schwächeanfall einmal mehr durch das gezielte Abladen von großen Mengen an Kontrakten inszeniert und es sah so aus, als ob der Goldpreis eine wichtige charttechnische Unterstützung im Bereich von 1.280-1.270 USD/Oz auf Tages- und Wochen-Sicht aufgeben müsste. Umso eindrucksvoller und bullischer der Reversal umgehend danach, der den Goldpreis in den nächsten 48 Stunden um über 30 USD ansteigen ließ.

Ähnliches Bild beim Silberpreis (SLV), der jedoch weiter keinen Boden zum Gold gut machen konnte. So verharrt auch das Gold- und Silber-Ratio (GSR) nahe den Jahres-Hochständen. Silber verteidigte zumindest erneut die markante Marke um 19 USD und drehte dann mit dem Goldpreis ebenfalls kräftig gen Norden. Die globalen Bestände der Silber-ETFs zeigen sich im Vergleich zu den Gold-ETFs weiter sehr stabil, was die Schwäche beim Silberpreis noch skurriler macht. Erst über 20,60 USD ist beim Silber vorerst Entwarnung geboten.

Im Hinblick auf die launische Entwicklungen der Edelmetalle, desto überraschender die Stärke der Minenaktien. Gold- und Silberminen zeigten beachtliche Stärke letzte Woche und erreichten gegenüber den Edelmetallen eine sehenswerte Outperformance. Während Gold und Silber die Woche nahezu unverändert abschlossen, legten die wichtigsten Gold- und Silberminen-Indizes auf Wochen-Sicht kräftig zu. 

Und so stieg das größte Goldminen-ETF GDX um knapp 4% an, während die Junior-Goldminer (GDXJ) zum Wochenschluss massiv anzogen und die Woche mit mehr als 8% Plus abschlossen. Die Stärke der Minenaktien kann als bullisches Signal gewertet werden. Neue Fantasie kam u.a. über Merger-Diskussionen zwischen den Goldriesen Barrick Gold und Newmont, sowie im Übernahme-Kampf um die größte kanadische Goldmine von Osisko Mining. So wie es aussieht, wird die Malartic Mine in die Hände von Yamana Gold und Agnico-Eagle Mines übergehen, denn Goldcorp zog sich zunächst zurück und stellte keine weiteren Übernahme-Erhöhungen in Aussicht. So liegt es auf der Hand, dass sich Goldcorp in 2014 eventuell noch nach anderen attraktiven Übernahme-Objekten im Sektor umsieht. Die historisch tiefen Bewertungen offerieren schließlich große Chancen im Big Picture.

Getrieben von zuletzt starken Produktions-Ergebnissen der Bergbaugrößen BHP Billiton und Rio Tinto, zeigten sich die Minenaktien und Rohstoff-Produzenten durch die Bank stärker letzte Woche und so legte auch der breit-diversifizierte Minen-Index TXGM über 1,5% an Wert zu. Aktien der Kupfer-Produzenten (COPX) hingegen verbuchten nur geringe Kursgewinne. Nahezu unverändert gingen auch die Öl- und Gas-Majors (DJUSEN) ins Wochenende. Wenig Bewegung verbuchte außerdem das DowJones-Rohstoff-Basket (DJC). Die Leitmärkte fielen währenddessen wieder zurück und litten u.a. wegen den Spannungen und neues Eskalationen in der Ost-Ukraine, die auch diese Woche wieder für Bewegung sorgen sollten.



Quelle: yahoo.finance.com


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Montag, 7. April 2014

Wochenrückblick - Performance ausgewählter Rohstoff-Indizes-/ETFs

Eine volatile und lebendige Handels-Woche spiegelte sich erneut am Rohstoff-Markt und dem Minen- und Junior-Sektor ab. Wie so oft ging es vor allem im Edelmetall-Minen-Sektor besonders turbulent zu.

So testete der Goldpreis (GLD) erfolgreich das wichtige Unterstützungs-Level bei 1.280 USD/Oz, welches als relevante Kreuz-Unterstützung fungiert und ebenfalls beim letzten, größeren Ausbruch im Fokus der Chart- und Markt-Technik stand. Nachdem diese markante Marke erneut auf Tages-Basis erfolgreich verteidigt wurde, zog der Goldpreis wieder an und baute nach den US-Arbeitsmarkt-Daten seine Gewinne am letzten Freitag aus. Nächste Woche dürfte erneut der Test/Bruch der 200-Tage-Linie anstehen. Nach der gesunden Korrektur-Phase und dem Test der Unterstützungs-Zonen könnte der Goldpreis bereits diese Woche wieder in den Up-Modus übergehen.

Silber (SLV) hielt sich letzte Woche überraschenderweise relativ stabil und wies nur eine geringere Volatilität auf. Mit dem Uptrend im Goldpreis ging auch der Silber-Preis am Ende der Woche in die Gewinn-Zone über, konnte jedoch einige Gewinne nicht halten. Weiter performt Gold stärker als Silber, was das aussagekräftige Gold:Silber Ratio prägnant widerspiegelt. Beim Silberpreis steht diese Woche erneut der Test/Ausbruch über die psychologisch wichtige Marke von 20 USD/Oz an.

Mit der Schwäche der Edelmetalle Anfang der Woche, gingen auch die Gold- und Silber-Minen (HUI, XAU, GDX, GDXJ, GLDX, SIL, SILJ) in eine schärfere Korrektur über und fanden dann am Dienstag-Abend ihren vorläufigen Boden. Ab Mittwoch ging es dann ordentlich aufwärts und zahlreiche Minen-Aktien setzten nach einer harten Verlust-Serie während der letzten zwei Wochen folgend zu einer Aufholjagd an.

Nach einem freundlichen Wochen-Schluss, steht eine positive Wochen-Bilanz zu Buche, auch wenn Gewinn-Mitnahmen in den späten Handels-Stunden am Freitag erfolgten. Wichtige Fakten bleiben, dass der HUI, das NUGT und zahlreiche weitere Goldminen-Indizes/ETF ebenfalls erfolgreich wichtige Support-Zonen getestet haben, Kurs-Lücken schließen konnten und nun das Fundament für die nächste Rally zu bilden scheinen.

Parallel zu den neuen Hochständen an den amerikanischen Leit-Börsen ging es mit den Öl- und Gas-Majors (DJUSEN) letzte Woche weiter aufwärts. Am Wochen-Ende stand ein solides Plus von rund 1%, wobei am Freitag mit dem Gesamt-Markt die ersten, ordentlichen Gewinn-Mitnahmen stattfanden und die neuen ATHs verkauft wurden, was gewiss ein interessantes Zeichen darstellen dürfte. Unbedingt im Blick halten nächste Woche! Umkehr-Formationen direkt nach neuen ATHs sind oft sehr aussagekräftig. 

Minen-Aktien (TXGM) hatten durch die Bank eine ordentliche Woche, was auch auf die positiven Währungs-Einflüsse bei den Majors in Australien in Kanada zurückzuführen ist. So zogen auch die Aktien der Schwergewichte BHP, Rio Tinto und Vale auf Wochen-Basis an. Parallel ging es mit dem Kupfer-Minen-Sektor (COPX) aufwärts, während der Kupfer-Preis weiter mit der markanten Marke von 3 USD/lbs kämpft. Das breit-diversifizierte DJ-Rohstoff-Basket (DJC) schloss die Woche nahezu unverändert ab.


Quelle: yahoo.finance.com


    Legende:

    • DJC: Dow-Jones UBS Commodity Index

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
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Sonntag, 30. März 2014

Wochenrückblick - Performance ausgewählter Rohstoff-Indizes-/ETFs

Eine weitere turbulente Woche konnte im Rohstoff- und Minen-Sektor verzeichnet werden. Durch die Bank war eine hohe Volatilität zu spüren. Dies war zum einen auf die höhere Schwankungsbreite bei etlichen Rohstoffen zurückzuführen, entscheidenden Einfluss gaben bei vielen Rohstoff- und vor allem Junior-Werten aber natürlich auch die zahlreichen, traditionellen Umstellungen zum Quartals-Ende wie in bspw. vielen ETFs und Fonds.

Der Goldpreis (GLD) musste die zweite Verlust-Woche in Folge in 2014 verkraften und gab weiter nach. Die Marke von 1.280 USD/Oz, welche das letzte Ausbruchs-Level war, steht nun erneut im Fokus. Am Freitag gab es zumindest eine kleine Erholung, nachdem der Goldpreis auf 10-Tages-Sicht mehr als 100 USD gefallen war. Das Gold:Silver Ratio zeigte sich erneut von seiner starken Seite und die Anleger favorisier(te)en weiter klar das gelbe Metall.

Silber (SLV) fiel letzte Woche unter die 20 USD Marke und steht im YTD-Vergleich klar hinter dem Goldpreis. Am Freitag zeigte der Silberpreis dann zumindest aber etwas Stärke. Nach wie vor befindet sich der Silberpreis aber in einer langwierigen Bodenbildungs-Phase und der wichtige Widerstand bei ca. 20,50-20,60 USD/Oz wurde erneut nach unten durchbrochen. So steht bei einem neuen Upmove im Goldpreis, erst einmal eine weitere Hürde bei Silber an. Erst ab über 22 USD werden die Bullen vermutlich wieder ernsthaft zurückkehren.

Die schlechte Performance der zwei brisanten Edelmetalle sorgte natürlich für weitere Abgaben bei den Gold- und Silber-Minen (GDX, GDXJ, GLDX, SIL, SILJ), die starke Verkäufe verkraften mussten. Die aktuelle Korrektur stellt sich jedoch als absolut gesund und konstruktiv da. So konnte bspw. auch der HUI bei rund 218 Punkten eine markante Kurs-Lücke letzte Woche erfolgreich schließen. Sollte Gold nun seinen Boden über der 1.280er Marke finden, generiert der HUI ein astreines Aufwärts-Trend-Muster. Wichtige Unterstützungen liegen bei ca. 207, 200 und knapp unter 190 Punkte, welche ohne einen Abriss im Goldpreis aber nicht im Fokus stehen sollten nächste Woche.

Der mittelfristige Aufwärts-Trend bleibt sowohl bei Gold, als auch bei den Gold-Minen komplett aktiv, und das ist die wichtige und gute Nachricht. Dass eine hohe Volatilität mit z.T. launischen Verkaufs-Wochen bei einem Bodenbildungs-Prozess vorkommen, ist ganz normal und sollte niemand abschrecken. Traditionell ist die Volatilität bei den Gold- und Silber-Minen und insbesondere den Junior-Aktien sowieso extrem hoch. Diese Begebenheiten sollten nicht als negativ betrachtet werden.

Kupfer setzte zu einem ordentlichen Rebound an, was natürlich die stark getroffenen Kupfer-Produzenten (COPX) letzte Woche beflügelte. Dies war einer der ganze wenigen Basis-Metall-Sektoren, der Gewinne auf Wochen-Sicht verzeichnete. Die All-in Kosten der Kupfer-Produzenten verharren auf einem hohen Level und so sind aus fundamentaler Hinsicht ohnehin nur begrenzte Preis-Verluste bei Kupfer wahrscheinlich. Jedoch teilen sich die Meinungen und Einschätzungen bzgl. des entscheidenden Ausblicks auf der Angebots-Seite. Mittel- bis langfristig jedoch wird ein Nachfrage-Überhang immer mehr wahrscheinlicher. Es stellt sich nur die Frage, wann dies der Markt auch spielt.

Zu den wenigen Gewinnern im Rohstoff-Sektor gehörten erneut die Öl- und Gas-Aktien (DJUSEN), allen voran die Majors, welche zusammen mit dem Gesamt-Markt nach oben liefen. Auf YTD-Sicht bleibt dieser Sektor aber auch weiterhin alles andere als besonders stark und hinkt den Performern im Gold- und Silber-Sektor bspw. weit hinterher. Bei den Öl- und Gas-Preisen gab es nur wenig krasse Bewegungen letzte Woche, was vor allem auf eine Abkühlung der Krim-Krise zurückzuführen war. Minen-Aktien (TXGM) zeigten sich durch die Bank etwas schwächer, wobei kein nennenswerter Wochen-Verlust festzustellen ist.


Quelle: yahoo.finance.com


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    • DJC: Dow-Jones UBS Commodity Index

    • GLD: SPDR Gold Trust ETF
    • SLV: iShares Silver Trust
    • COPX: Global X Copper Miners ETF
    • GDX: Market Vectors Gold Miners ETF (HUI ETF)
    • GDXJ: Market Vectors Junior Gold Miners ETF
    • TXGM.TO: S&P/TSX Global Mining Index
    • ^DJUSEN: Dow Jones U.S. Oil & Gas Index